Polterabend

Polterabend
Der Polterabend findet traditionellerweise am Vorabend der Hochzeit statt und stellt sozusagen die Verabschiedung der Brautleute aus dem Kreis der Ledigen dar. Vom Polterabend spricht man, weil die Gäste zu diesem Anlass möglichst viel Porzellan mitbringen und dieses auf dem Boden zerdeppern. Grundlage dieses Brauchtums ist, dass der Lärm böse Geister, die vielleicht über dem Paar schweben könnten, vertrieben werden sollen, sodass die Ehe unter einem guten Stern steht. Sehr zur Freude der Gäste muss das Brautpaar anschließend den riesigen Scherbenhaufen zusammenkehren.

Wer kommt zum Polterabend?

Wer zum Polterabend eingeladen wird, muss das Brautpaar selbst entscheiden. In der Regel werden die Freunde eingeladen, beispielsweise per Telefon. Eine förmliche Einladung ist gewöhnlich entbehrlich. Grundsätzlich kann jedoch zu einem Polterabend jeder kommen, der dem Brautpaar alles Gute wünschen und etwas schenken möchte. Deshalb ist es leider vorher immer nicht genau abschätzbar, wie viele Leute dann letzten Endes kommen werden.

Wann und wo findet der Polterabend statt?

Ursprünglich wird der Polterabend am Vorabend der Hochzeit veranstaltet. Allerdings wird dies immer seltener, da das Brautpaar am Hochzeitstag ohnehin bereits einen wahren Marathon zu durchlaufen hat und deshalb besser ausgeschlafen sein sollte. Deshalb wird der Termin für den Polterabend inzwischen meist auf eine bis zwei Wochen vor dem eigentlichen Hochzeitstag verlegt.

Normalerweise wird der Polterabend beim Brautpaar zuhause abgehalten. Wenn der Platz dies nicht zulässt, kann natürlich auch auf jede andere beliebige Lokalität ausgewichen werden. Da bieten sich dann beispielsweise der Garten der Eltern oder von Freunden oder Clubhäuser von Vereinen an.

Womit wird gepoltert?

Für viele Gäste ist der Polterabend die perfekte Gelegenheit, altes Porzellan loszuwerden. Im Lauf der Jahre sammeln sich oft auch zahlreiche Einzelstücke an, die übrig bleiben. Auch Steingut ist erlaubt. Keinesfalls sollte allerdings Glas verwendet werden. Glas steht selbst für Glück, das damit im übertragenen Sinne zerschlagen würde.